Projektfahrt Buchenwald

Wider das Vergessen

„Als ich zu Hause war, wusste ich nicht genau, wie ich meinen Eltern erklären konnte, wie diese Tage für mich waren“
„Es war spannend, interessant und komisch auf einmal“
„Auf dem Gelände selber hatte ich schon ein merkwürdiges Gefühl“
„Wenn uns jetzt schon kalt ist, wie müssen sich die Gefangenen damals gefühlt haben?“
Ein paar Zitate unserer Schülerinnen und Schüler der diesjährigen Projektfahrt.

Eine Gruppe von 32 Schülerinnen und Schülern der Pina-Bausch-Gesamtschule besuchte im Februar 2017 die Gedenkstätte Buchenwald. Seit vielen Jahren ist dieses Projekt ein fester Bestandteil unseres Schulprogramms. Seit Schuljahresbeginn wurden unsere Schülerinnen und Schüler (allesamt aus der Jahrgangsstufe 10) auf die Begegnung mit diesem schwierigen Teil deutscher Vergangenheit vorbereitet.

Vor Ort wurden wir von Gedenkstätten-Pädagogen unterstützt, welche in Kooperation mit uns dieses Projekt durchführten. Diverse Führungen über das Gelände und durch die Ausstellungen standen in der Gedenkstätte auf dem Programm, so dass die Schülerinnen und Schüler erste Eindrücke des vorher gelernten selbst erfahren konnten. Die selbstbestimmte Auseinandersetzung mit der Thematik vor Ort stand im Zentrum unseres Aufenthalts. So bildeten die Schüler Kleingruppen und recherchierten zu Themen, die sie persönlich besonders interessierten. Der Steinbruch, die SS-Siedlung, das Bordell, Täter, das Krematorium, Widerstand, Kinder im Lager, medizinische Versuche, Ärzte, Folter, Überlebende oder das Mahnmal waren einige der Themen, die behandelt wurden. Jede Gruppe bereitete individuell eine Präsentation vor, welche – sofern möglich – auf dem Gelände an den entsprechenden Orten gezeigt wurden.
Einen Nachmittag verbrachten wir in Weimar, wo wir die Orte besuchten, die in direktem Zusammenhang mit Buchenwald und der NS-Zeit stehen.

„Bilder sagen mehr als tausend Worte“, ist ein bekanntes Sprichwort. So wurde an den Tagen in der Gedenkstätte viel photographiert. Mit diesen Fotos wurde im Anschluss an die Fahrt weiter gearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler suchten sich jeweils ein Foto aus, welches das für sie persönlich prägendste dieser Fahrt ist. Ein paar dieser Bilder sind jene, die in diesen Text eingearbeitet sind.
Bis zum Schuljahresende werden wir diese Fahrt mit den Schülerinnen und Schülern nachbereiten. Die aktive Verarbeitung des Erlebten steht im Zentrum dieses Abschnittes des Projektkurses. Dazu gehören viele Gespräche über die Fahrt ebenso wie am Ende des Schuljahres eine Ausstellung des Projektkurses für die 9. Klassen unserer Schule, in der die Beteiligten den Kurs und die Fahrt anderen Schülerinnen und Schülern vorstellen und von ihren Erlebnissen berichten.

I. Giebeler und T. Storms

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