Abschied Herr Wattke

Schule als „Cabaret“

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Unter dem doppeldeutigen Motto „Come to the Cabaret“ feierte das Kollegium der Gesamtschule Vohwinkel mit einem „Lehrer-Essen“ das 25-jährige Schuljubiläum im Rahmen der Festwoche vom 11. bis 15. Juli 2011. „Das haben wir uns verdient“, betonte Schulleiter Jörg Merbecks bei seiner Grußrede – insbesondere mit Blick auf viel Bau-, Prüfungs- und Zensurenstress. Im Mittelpunkt eines stimmungsvollen Abends stand  allerdings nicht die seit einem Viertel Jahrhundert ge- und erlebte Schulgeschichte, sondern  die Verabschiedung unseres geschätzten Kollegen Rainer Wattke, der mit Ende des Schuljahres in Pension geht.

Durch das bunte Programm führte unser brillantes Conférencieusen-Duo Sigy Breyne und Michaele Sonderfeld mit Witz und Charme.  Die Lehrerband bestehend aus Martin Schiek und Cilly Schott, diesmal vermindert um unseren Persionär in spe, dafür ergänzt mit dem Gast-Drummer Manfred Dahlhaus, stellte all die Müh und all den Fleiß von Rainer Wattke als Abteilungsleiter II zu „Eight Days a Week“-Klängen passend heraus.

Einer „Prüfung“ auf den bevorstehenden Ruhestand hatte sich der Kandidat Rainer Wattke bei der Quiz-Show „Gewinne die Pension“ zu unterziehen. Fragen von Sigi Breyne und Michaele Sonderfeld zum „Renteneintrittsalter“ und  „Bärenticket“  meisterte Rainer Wattke – dank Publikumsjoker  und Schwager Heiner – bravourös. Gregor Calaminus platzierte die Beifallsstürme des Publikums mit dem obligatorischen Applaus-Schild an die passende Stelle.

„Getragene“ Atmosphäre verbreitete anschließend unser Lehrerchor mit dem Renaissance-Lied „Ich fahr dahin“ (um 1450). Es sangen: Julia Bögeholz, Cilly Schott, Michaele Sonderfeld, Sigi Breyne, Eberhard Koring, Martin Schiek, Manfred Dahlhaus und Gregor Calaminus. Geistreiche Gedicht-Adaptionen trugen Joachim Busch und Bert Röltgen vor.

Wolfgang Moldon ging physikalisch-philosophisch (und gewohnt spitzfindig) der naheliegenden Frage nach, was denn überhaupt ein „Wattke“ sei, um zu der verblüffend einfachen Antwort zu gelangen, dass es sich – analog zu Piefke und Köppke – nur um die Verkleinerungsform der allseits bekannten Leistungseinheit  „Watt“ handeln kann. In seinem auf nur wenige Moldon-Minuten begrenzten Zeit-Reise-Vortrag veranschaulichte Kollege Moldon das Maß unseres Rainers didaktisch versiert mit der Relation von: Größe eines Sandberges zu der Zeit, wie mit kleinen Eimern in schweißtreibender Handarbeit abzuschaufeln ist. Cabaret eben.

Von dem Umstand, dass ein Zuviel an „Wattbedarf“, zumindest  beim Raclette-Essen, zu zwangsläufig Problemen führt, ließ sich die Gästeschar übrigens nicht die gute Laune verderben. Zwischenzeitlicher Stromausfall am „Tischgrill“ wurde  durch in Etappen speisen spontan  kompensiert. Einen humorvollen musikalischen Rückblick auf die 25 Jahre Gesamtschule Vohwinkel ließ sich der „ungewollte“ Star des Abends nicht nehmen und so „kommentierte“ Rainer Wattke aus seiner Sicht  Vergessenes, Spaßiges  und Nachdenkliches zu Gitarrenklängen.

Für das Überreichen eines Abschiedsgeschenks vom Kollegium hatten sich unsere Sekretariatszwillinge „E & E“ in Schale geworfen: Elke (Plaumann) und Elke (Sprengel) mit roter  Perücke und roter Nase, in weißer Hose und schwarzer Bluse überreichten mit weißen Handschuhen und  in ehrfurchtsvoller Gestik zunächst zwei herzförmige Luftballons, ließen dann Rosen-Blüten-Blätter aus einer Schultüte regnen und überbrachten als Höhepunkt einen gedeckten Tisch, in dessen doppeltem Boden sich ein Gutschein zur Teilnahme an einen Gourmet-Kochkurs für unseren Hobby-Lukullus entdecken ließ.  Am Schluss sorgten Martin Schiek, Cilly Schott und Gregor Calaminus mit Trude Herrs kölschem Kultsong  „Niemals geht man  so ganz…“ für Gänsehautstimmung pur. Das Kollegium stimmte wehmütig in den Refrain mit ein.

Danke, lieber Rainer Wattke! Und Danke für einen wunderschönen Abend.