Nos vemos 2014

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Cádiz, 23.10.2014-30.10.2014

Zu Beginn muss man sagen, dass Bildung bei 27 Grad Sonne, Strand & Meer viel mehr Spaß macht!
In einer kleinen Gruppe von fünf Schülern sind wir mit Frau Bögeholz nach Cádiz (Spanien) gefahren. Wir machten daraus eine Bildungsreise im Zusammenhang mit den Inhalten unseres Spanischunterrichts. Wir wussten auch, dass wir mit Schülern, die wir über facebook schon ein wenig kennengelernt hatten, zusammenkommen würden. Auch ein Blick in die dortige Schule wurde uns natürlich zugesagt.

Wir haben viel erlebt …
Statt in Familien haben wir in einer kleinen Ferienwohnung gewohnt: 12. Stock mit Blick auf Stadt und Hafen! Nach unserer Ankunft sind wir direkt zum Strand gegangen. Es war unglaublich … Da kommt man aus dem regnerischen Wuppertal nach Cádiz, wo es für unsere Verhältnisse heiß ist. Das war unser Bonus vor dem bekannten Abistress!
Na ja , am ersten Tag trafen wir unsere eigentlichen Austauschschüler. Ihre Schule liegt direkt am Meer!! Da wir uns nicht so wirklich kannten, waren wir untereinander alle sehr schüchtern. Das legte sich allerdings ein bisschen. Da Frau Bögeholz eine Besprechung mit der dortigen Direktorin und anderen Lehrern hatte, gingen wir mit den Schülern für eine Stunde in den Unterricht – ganz schön schwierig der Sprache zu folgen. Abends trafen wir uns wieder und schlenderten durch Cádiz.
In den nächsten Tagen haben wir nicht nur die Zeit am Strand La Caleta verbracht (hier wurden die Havanna-Szenen für den James-Bond-Film „Stirb an einem anderen Tag“ gedreht), sondern haben uns natürlich Cádiz als eine der ältesten Hafen- und Handelsstädte Europas angeschaut. Wir haben zum Beispiel den Tavira-Turm besucht, von wo man auf ganz Cádiz schauen konnte. Das war für uns schon etwas Besonderes. Am besten schaut man sich die Fotos an – unglaublich beeindruckend!!

Was das Kulinarische anging, mussten wir unsere Spanischkenntnisse auffrischen und auf Spanisch einkaufen, bestellen, nach Wegen fragen usw. Ganz schön anstrengend, sich zu überwinden und loszulegen. Und eine Menge Tapas gehörten zu unserer kulinarischen Bildung! Einmal haben wir Frau Bögeholz in unsere Ferienwohnung zum Essen eingeladen – ein wirklich netter Abend!
Wir sind die ganze Woche unglaublich viel durch die verwinkelten Gassen und schönen Einkaufsstraßen gelaufen. Von Herumschlendern war nicht die Rede, wenn Frau Bögeholz uns begleitete: dann wurde fast durchgejoggt!
Richtig schön war der Ausflug nach Tarifa. Tarifa befindet sich in der Nähe von Gibraltar und ist der südlichste Punkt Festland-Europas, nur 14 km entfernt von Afrika. Wir hatten das Glück, einen Strand mit türkisblauem Wasser zu sehen, wobei es unglaublich windig war: Daher auch ein Paradies für Windsurfer. Das Beste an dem Ausflug war, dass wir wirklich Afrika sehen konnten. Für uns war es ein komisches Gefühl, so nah an einem anderen Kontinent zu sein. Schrecklich aber auch darüber nachzudenken, dass genau an dem Strand, an dem wir waren, auch viele Flüchtlingsboote stranden … Das wussten wir vom Spanischunterricht und jetzt waren wir vor Ort.

Wir haben auch eine Stierkampfarena besucht. Die haben wir durch die Überfahrt mit einem Katamaran über ziemlich bewegtes Meer erreicht. Hier muss ich sagen, dass es interessant war, aber für mich persönlich war es nicht nur positiv, denn als wir erklärt bekamen, wie eine Stierkampfvorstellung abläuft, graute es mir. Ich fand es ganz schrecklich und noch schlimmer für mich war dieser Stolz, den offensichtlich viele Spanier für ihre Stierkämpfe hegen … gruselig …

Cádiz befindet sich im sogenannten Sherrydreieck, dem einzigen Anbaugebiet für Sherry-Weine auf der ganzen Welt. Deswegen haben wir eine englischsprachige Führung in einem Sherry-Anbau im Programm gehabt: spannend!
Besonders war auch ein Flamencoabend in einer Bar. Es war interessant und gleichzeitig etwas völlig Neues für uns: Frau Bögeholz kündigte uns auch an, dass wir dieses Thema noch vor Weihnachten im Spanischunterricht durchnehmen werden. Wir hatten auf jeden Fall Spaß, auch als wir bei einer Flamencoprobe in einer peña flamenca dabei sein durften!

Nervig waren die Mückenstiche! Jeder hat mindestens fünf Stiche davongetragen. Auch die Gaditanos, das sind die Bewohner von Cádiz, sind davon genervt: Der Sommer will in dieser Stadt nicht aufhören – daher die Unmenge an Mücken!
Es war wirklich schön und deswegen möchte ich dazu aufrufen, dass jeder, der die Chance hat, so günstig solch eine Reise mitzuerleben, diese auch nutzen soll, denn es war toll und wir konnten viel mit zurücknehmen und unsere Sprachkenntnissse verbessern!

Chantal Pesch

Siehe auch:

cadiz99