Stolperstein-Projekt

Stolperstein für Alexander Berger

Wir sind zusammen in einer Gruppe in die Stadt gefahren, um unseren uns zugeteilten Stolperstein zu finden und zu reinigen. Den Stein zum Gedenken an Alexander Berger fanden wir in der Erholungsstraße Nummer 19.
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Der Verein „Stolpersteine in Wuppertal e.V.“ möchte mit den Stolpersteinen die Menschen in Erinnerung halten und an die schreckliche Vergangenheit im Dritten Reich erinnern, als diese Menschen beispielsweise in Konzentrationslagern zu Tode kamen.

Alexander Berger wurde im Jahr 1886 geboren und lebte in Wuppertal. Am 26.10.1941 wurde er in das Ghetto Lodz deportiert und im September 1942 im Vernichtungslager Chelmno ermordet.
Folgende Gedanken gingen uns durch den Kopf: Was ist Alexander Berger passiert? Wie ist er gestorben? Hatte er Familie, Frau oder Kinder?

Der Stolperstein für Alexander Berger befand sich vor der Tür des Hauses mit der Nummer 19 auf der Erholungsstraße. Als wir uns mit Putzmittel in der Hand niederknieten, schauten bereits die ersten Passanten interessiert. Dann fingen wir zu zweit an zu schrubben. Hinter uns hörten wir die Stimme eines alten Mannes, der erstaunt fragte, was wir da tun würden. Wir erklärten ihm, dass wir als Schulprojekt die Steine pflegen und etwas über die betroffenen Menschen in Erfahrungen bringen wollen. Wir finden das Bemühen des Vereines sehr wichtig und hilfreich, damit auch in Zukunft an diese Zeit und die Menschen gedacht wird und die Passanten quasi über die Vergangenheit „stolpern“.

Julia Reiske, Max Gaida und Lars Illing (Jahrgangsstufe EF)

Stolperstein für Josefine Moll

Unsere Gruppe betreute den Stolperstein von Josefine Moll, Schwiegermutter von Alexander Berger. Sie lebte von 1864 bis 1943. Ihr Stolperstein befindet sich im Innenstadtbereich von Elberfeld, in der Erholungsstraße 19, wo sie mit ihrer Tochter und deren Familie gemeinsam lebte. Der Stein wurde 2008 dort platziert.
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Als wir am Stolperstein ankamen, war dieser sehr verschmutzt und wir hätten ihn beinahe übersehen, was wir sehr bedauerten, da der Sinn eines solchen Andenkens das „Gesehen werden“ ist, um zu erinnern.
Während des Säuberns machten wir uns Gedanken über die eigentliche Bedeutung des Steines. An eben dieser Stelle lebte früher ein Mensch, der von einem auf den anderen Tag aus dem Leben gerissen wurde und auch nicht mehr dorthin zurückkehrte. Das konnte man sich beim Anblick von flanierenden Menschen in den Einkaufsstraßen überhaupt nicht vorstellen. Uns hat diese Erfahrung einmal mehr geholfen, uns über das Ausmaß des Holocaust klar zu werden.

Den Einsatz von Stolpersteinen zur Erinnerung finden wir sinnvoll und gut. Es stimmt zwar, dass man diese Steine nicht immer wahrnimmt, aber sobald man darauf achtet, sieht man sie häufig und überall. Diese Art der Erinnerung ist ein gutes Mahnmal, um ein solches Geschehen zukünftig unmöglich zu machen.

Leo Kopka, Maurice Kordel, Supilan Lingeswaran, Fabian Kulak, Jonas Lang
(Jahrgangsstufe EF)