Die wilden Tiere sind los!


Seit ein paar Wochen tummeln sich in unserem Foyer farbenfrohe Fantasietiere: Sie luken unter einer Vitrine hervor, tummeln sich vor Pflanzen, bewachen den Orga-Flur und begrüßen Besucher im Sekretariat.
Es war ein langer Weg bis hier hin – über viele Stunden hinweg werkelten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7d an ihren Tieren.
Zu Beginn sammelten die Kinder Ideen: sie schufen in Skizzen Löwen mit Eselsohren und Fischflossen, Giraffen mit Rüsseln und Schmetterlingsflügeln, Schweine mit Schwanenhals und dicken Elefantenbeinen. „Unser Tier ist ein Gemisch zwischen Echse und Fisch. Jetzt sieht es aus wie ein Dinosaurier! Es heißt Fantastica.“, erklären Gianna und Anna.
Aber lässt sich ein Rüssel bauen? Und wie bringt man Flügel an?
Die Figuren brauchten vorab ein Gestell aus Kaninchendraht. Mit Zangen, Drahtscheren und viel Fingerspitzengefühl wurde geschnitten, gebogen und geformt. „Die Bauphase war das Schwierigste, weil man die Form vom Tier festlegen musste“, meint Daniele.
Anschließend wurde es klebrig und glitschig: mit Kleister wurde Schicht für Schicht
Zeitung auf den Draht geklebt. So bekamen die Tiere ihre ‚Haut’. „Das war eklig, aber lustig!“, erzählt Alex.
Zuletzt wurde es dann BUNT! Appetit auf Farbe hatten die Kindern durch die drallen Nana-Figuren der Künstlerin Niki de Saint-Phalle bekommen. Mit großen Pinseln und dicken Farbtuben bemalten sie ihre Tiere und erweckten sie so zum Leben. Leuchtend froh und quietschvergnügt stürmten die Tiere dann aus dem Kunstraum heraus.
Und wenn es warm und sonnig genug ist, dürfen sie sogar hinaus! Eine Lackschicht verleiht ihnen nämlich nicht nur Glanz – sondern schützt sie auch vor dem Wetter. Geplant ist, sie im geschützten Gehege beim Schulteich aufzustellen: ein kleines Stück wilde, blühende Natur mit kunterbunten Fabelwesen!
Aber Achtung:
Auch wenn sie sich alles zutrauen – richtig stark und kräftig sind sie nicht. Reiten kann man sie leider nicht, Frau Plaumann! Wenn alle achtsam sind, kann ihnen aber nichts passieren.