Kunstkurs überrascht vor Ort

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 haben im Rahmen des Kunstunterrichts unter Anleitung von Frau Brünet ein wahrlich aufsehen erregendes Projekt mit dem Thema „Die Schule als Lebensraum“ realisiert. Gefragt waren eine kritische Betrachtung und eine humorvolle Interpretation des Schulalltags.
Hierbei fanden die Gruppen zu ganz individuellen Lösungen, wofür sie eigenständig ein Konzept erarbeiteten und dieses dann mit viel Phantasie und Einsatz (sogar außerhalb der Unterrichtzeit) umsetzten.
Die Präsentation der bemerkenswerten Kunstwerke geriet zu einem echten Clou:
Die angefertigten Figuren (z.T. lebensgroß) wurden nach Schulschluss an verschiedenen Plätzen innerhalb des Schulgebäudes platziert und überraschten am nächsten Morgen Schüler und Lehrer gleichermaßen.
Im Foyer vor dem Sekretariat beispielsweise saß eine lebensgroße Figur an einem Tisch, wobei sich dem Betrachter ihre Skurrilität erst auf den zweiten Blick offenbarte: In dieser Figur nämlich zeigen sich Züge verschiedener Kulturen, verschiedener Kleidungsstile, Geschlechter und Herkunft
Die Erläuterung:
„Unsere Figur soll das tägliche Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen und Charaktertypen im Schulalltag darstellen.
Das Ziel unserer Arbeit war, dass sich jeder, der sich unsere Figur anschaut, ein Stück weit selbst wiederfindet und somit sieht, dass auch er ein Stück dieser Gesellschaft ist (…) und dass jeder auf unserer Schule willkommen ist.“
.
Eine andere Gruppe hatte eine lebensgroße Figur, welche an einen Obdachlosen erinnert, in einer Ecke der Mensa auf Karton liegend positioniert. Auf einem beiliegenden Schild steht „Future“.
„Unser Gedanke bei dem Projekt war, Aufsehen zu erregen und Unklarheit zu schaffen. Unser Ziel ist eher das Gegenteil, nämlich aufzuklären und im Optimalfall abzuschrecken, so dass den Schülern klar wird, was (im Extremfall) passieren kann, wenn ihnen alles […] gleichgültig ist.“
Eine weitere Figur befand sich am Schülereingang. Sie schien gerade durch ein Loch in der Wand zu gehen.
„Wir haben uns mit dem Thema „Grenzen durchbrechen“ auseinander gesetzt. Dazu haben wir eine menschengroße Puppe entworfen, die als Individuum für jeden Schüler stehen soll (…) Es soll so aussehen, als ob die Figur durch die Wand geht. Diesen Weg durch die Wand hat sie sich selbst geschaffen (…). Der Weg durch die Wand ist schwarz, eine Projektionsfläche für die Fantasie des Betrachters. Auf der Rückseite des schwarzen Pullis, den die Figur trägt, steht „Abschluss“. Das fertige Projekt soll den Schülern zeigen, wie wichtig es ist, nicht nur an die auf die Schule bezogenen Grenzen zu gehen, sondern sie zu durchbrechen, mit Kreativität.“
Und auch im Verbindungstrakt zum Oberstufengebäude war eine Installation zu finden:
„Unsere Gruppe stellte sich eine Schülerin vor, die in ihre Zukunft sieht.
Sie sieht einen Weg mit zwei Wegweisern vor sich. Der eine weist mit der Aufschrift „Abflug“ (…) zu einer positiven Vision, dem bestandenen Schulabschluss. Der andere mit der Aufschrift „Absturz“ zum Gegenteil. Der Weg zieht sich durch das gesamte Bild durch, der dargestellte Moment ist nur einer im Leben der Schülerin.
Die Figur vor dem Bild muss ihre Entscheidung noch treffen.“

Ein tolles Kunstprojekt, das von allen sehr positiv aufgenommen wurde!